Frauen: Sieg im ersten Heimspiel 2025

Oberliga Sachsen: HSV 1956 Marienberg - SV Schneeberg 29:27 (16:13)

Nach den drei Niederlagen in Folge, konnten die HSV-Frauen diese Serie stoppen. Mit einem Erfolg gegen den SV Schneeberg geht man in die vierwöchige Spielpause. Das nächste Spiel findet erst am 8. März in Dresden statt.

Eine robuste Spielweise hatte Trainer Chris Tippmann vorausgesagt. „Am Ende war es auch der erwartete Kampf auf Biegen und Brechen“, so der HSV-Trainer. Allerdings hatte er mit seiner Einschätzung im Vorfeld eher auf die zu erwartende harte Gangart der Gäste angespielt, die dann aber in diesem Erzgebirgsderby weniger Zeitstrafen und Gelbe Karten zu Buche stehen hatten als Marienberg. Mit acht Zwei-Minuten-Strafen und zwei Verwarnungen waren es die Gastgeberinnen, die aggressiver zu Werke gingen.

So hart, wie die Statistik klingt, seien die Gastgeberinnen aber nicht aufgetreten, wie Tippmann betont. Statt unfairer Aktionen sei eher die fehlende Cleverness ausschlaggebend gewesen für die Entscheidungen der Schiedsrichter. „Unsere jungen Spielerinnen sind mitunter noch zu ungestüm, was andere Mannschaften ausnutzen“, so der Trainer. Schneeberg, vor wenigen Jahren noch Sachsenmeister und auch jetzt keineswegs wie ein Tabellenletzter spielend, sei einer dieser Gegner gewesen. Immer wieder brachten die Gäste die jungen HSV-Akteurinnen mit geschickten Einzelaktionen in derartige Bedrängnis, dass ein Halten oder Ziehen von den Referees hart geahndet wurde. In der zweiten Halbzeit saßen kurz sogar drei Marienbergerinnen gleichzeitig auf der Strafbank. Und doch gaben die Bergstädterinnen die Führung nach dem 3:2 nicht wieder her.

Obwohl die Gastgeberinnen beim 8:3 (12.) auf dem besten Weg waren, davonzuziehen, blieb das Derby eng. Neben den Zeitstrafen waren dafür die vielen vergebenen Großchancen des HSV ausschlaggebend. Meist folgte nach einem Fünf-Tore-Vorsprung eine kurze Aufholjagd der Gäste. Näher als auf zwei Treffer (20:18/38.) kam der SVS aber nicht heran. Ein wichtiger Faktor war dabei laut Kristin Tippmann-Wendrock das Publikum. „Es hat gut getan, endlich mal wieder zuhause zu spielen“, sagt die Rückraum-Spielerin, die mit ihren 41 Jahren neben Torhüterin Julia Kluge die einzige verbliebene erfahrene Akteurin im HSV-Kader ist. Die drei Niederlagen, mit denen ihr Team ins neue Jahr gestartet war, hatten die Marienbergerinnen allesamt auswärts kassiert.

Mit den Fans im Rücken konnte das Team nun den Bann brechen und entspannt in die Spielpause gehen, die bis zum 8. März ansteht. Hoffnung, dass der Tabellendritte danach wieder seinen Rhythmus findet, macht auch das Comeback von Vivian Dresel. Die Torjägerin, die wegen einer Knieverletzung monatelang gefehlt hatte, meldete sich mit zwei verwandelten Siebenmetern zurück. Voll belastbar ist die Werferin aber laut Tippmann noch nicht wieder.

Der HSV spielte mit:
Helene Enger, Julia Kluge, Anna-Lea Schönherr (alle Tor), Amy-Aaliah Knoch, Kristin Tippmann-Wendrock (1), Martha Langer (7), Lena Kummich (4), Clara Bielawny (1), Laura Meyer (1), Sarah Martin (2/2), Lisa Rohrlapper, Emma Bielawny (6), Lena Müller, Leona Wagner (5), Vivian Dresel (2/2)

Siebenmeter: HSV 6/4, SVS 6/1
Zeitstrafen: HSV 8 1xRot, SVS 6 1xRot