Frauen: Vier-Tore-Rückstand gedreht
Oberliga Sachsen: HSV 1956 Marienberg - SG Klotzsche 34:32 (18:16)
Der HSV Marienberg hat sich in einem spannenden Oberligaspiel gegen die SG Klotzsche mit 34:32 (18:16) durchgesetzt. Vor allem in der Schlussviertelstunde bewiesen die Marienbergerinnen Moral: Nach einem zwischenzeitlichen Vier-Tore-Rückstand kämpfte sich die Mannschaft zurück und entschied die Partie in den letzten Minuten für sich.
Von Beginn an entwickelte sich eine ausgeglichene Begegnung. Keine Mannschaft konnte sich zunächst entscheidend absetzen. Über 5:5, 7:7 und 11:11 blieb die Partie völlig offen. Auf Marienberger Seite übernahmen vor allem Laura Meyer und Emma Bielawny früh Verantwortung im Angriff.
Nach dem 11:11 gelang es dem HSV erstmals, sich etwas Luft zu verschaffen. Beim 14:11 betrug der Vorsprung drei Treffer, doch Klotzsche ließ sich nicht abschütteln und stellte beim 14:14 wieder den Ausgleich her. Marienberg antwortete und setzte sich bis kurz vor der Pause auf 18:15 ab. Mit einem Treffer in den letzten Sekunden verkürzten die Gäste noch auf 18:16 zur Halbzeit.
Nach dem Seitenwechsel blieb die Partie zunächst eng. Marienberg behauptete seine knappe Führung und lag in der 35. Minute mit 22:20 vorn. Anschließend kippte die Begegnung jedoch zunehmend zugunsten der SG Klotzsche. Aus einem 24:24 machten die Gäste innerhalb weniger Minuten ein 28:24. Beim HSV lief in dieser Phase nicht mehr viel zusammen, sodass beim Stand von 24:28 in der 47. Minute eine Auszeit notwendig wurde. Und die zeigte Wirkung.
Marienberg kämpfte sich zurück. Lisa Rohrlapper traf zweimal in Folge, Laura Meyer legte nach und nach dem 28:29 durch Emma Bielawny war der Anschluss endgültig wiederhergestellt. Wenig später erzielte Meyer das 29:29 – die Partie war wieder völlig offen.
Nun entwickelte sich ein echter Krimi. Marienberg legte durch Rohrlapper und Sunny Rothe zum 31:29 vor, doch Klotzsche schlug noch einmal zurück. Drei Treffer in Folge drehten das Spiel erneut zum 31:32 aus Sicht des HSV.
Die Schlussminuten gehörten dann jedoch den Gastgeberinnen. Clara Bielawny erzielte in der 56. Minute den wichtigen Ausgleich zum 32:32. Trotz einer anschließenden Zeitstrafe gegen Bielawny behielt Marienberg die Nerven. Laura Meyer traf 146 Sekunden vor dem Ende zum 33:32, ehe Lisa Rohrlapper mit ihrem Treffer zum 34:32 knapp eine halbe Minute vor Schluss endgültig für die Entscheidung sorgte.
Ein besonderer Moment des Abends war zudem die Rückkehr von Leonie Tinney. Nach ihrem Kreuzbandriss bestritt sie ihr erstes Pflichtspiel seit dem 14. Dezember 2024 und konnte sich mit ihrem Treffer zum zwischenzeitlichen 24:24 direkt in die Torschützenliste eintragen. Nach der langen Verletzungspause benötigt sie verständlicherweise noch etwas Zeit, um wieder ihre alte Stärke zu erreichen. Umso erfreulicher war es, sie nach mehr als neun Monaten wieder auf dem Spielfeld zu sehen.
Am Ende stand ein 34:32-Heimerfolg, der vor allem aufgrund der starken Moral in Erinnerung bleiben dürfte. Nach dem 24:28-Rückstand Mitte der zweiten Halbzeit gab sich der HSV nicht auf und kämpfte sich zurück. Auch vom erneuten 31:32 ließ sich die Mannschaft nicht aus der Ruhe bringen und setzte mit drei Treffern in Folge den Schlusspunkt unter einen umkämpften Handballabend.
Der HSV spielte mit:
Helene Enger, Julia Kluge (beide Tor), Josefa Bauer, Sunny Rothe (2), Kristin Tippmann-Wendrock, Clara Bielawny (2), Laura Meyer (11/3), Marlene Müller, Lucia,Tamara Schreiter, Marie Elisabeth Seidel, Zoe Guder (2), Lisa Rohrlapper (8), Emma Bielawnyv (8), Leonie Tinney (1)
Siebenmeter: HSV 3/3, SVK 3/3
Zeitstrafen: HSV 2, SVK 4