Vorschau: Letztes Saison-Heimspiel am Samstag
In der Woche gab es einige Entscheidungen am grünen Tisch, die die Frauenmannschaft des HSV betrafen. Ursprümnglich bekamen die HSV-Frauen zwei Punkte aus dem verlorenen Spiel gegen Rödertal II zugesprochen. Diese Entscheidung ist unbegründet (für den HSV) widerrufen worden. Damit stehen die Marienbergerinnen in der Tabelle auf Rang drei. Zumindest diesen Rang kann man immer noch auis eigener Kraft erringen.
Eine gewisse Verärgerung ist dem Trainer Chris Tippmann anzumerken. Einerseits, weil er in einem solchen Fall eine Aufklärung vom Verband erwartet hätte. Andererseits, weil seine Mannschaft durch das Urteil wieder vom 2. auf den 3. Platz zurückfällt – einen Punkt hinter dem SV Rotation Weißenborn. Statt auf Vizemeisterkurs zu bleiben geht es für die HSV-Damen im letzten Heimspiel nun um die Absicherung des Bronzerangs, denn auch der Abstand zu den Sportfreunden Dresden (4.) beträgt nur einen Punkt. Doch auch diese Platzierung wäre ein Erfolg für die äußerst junge Marienberger Mannschaft, konnte sie doch erst am vergangenen Wochenende mit einem beherzten Schlussspurt an den bis dahin zuhause ungeschlagenen Dresdnerinnen vorbeiziehen.
„Das zeugt vom Glauben an sich selbst und von der Moral“, sagt Tippmann über den Kampfgeist, mit dem sein Team in der Vorwoche einen Fünf-Tore-Rückstand noch umbog und letztlich 31:29 gewann. Dabei wurde deutlich, dass der langfristige Ausfall von Leonie Tinney und Leni Winkler kompensiert werden kann. Obwohl für den Rückraum nur noch vier Spielerinnen zur Verfügung standen, wurden keinerlei konditionelle Probleme deutlich – im Gegenteil. „Jetzt müssen wir aber auch wieder mehr ins Tempospiel kommen“, fordert der Trainer mit Blick aufs letzte Heimspiel. Waren erfolgreiche Konter in der Hinrunde eine Stärke des HSV, so waren solche Aktionen zuletzt eher selten zu erleben. Im letzten Heimspiel sollen die Fans mit solchen Tempogegenstößen wieder möglichst oft zum Jubeln gebracht werden. Anwurf ist am Samstag, 17 Uhr, in der Turnhalle „Am Goldkindstein“.