wJB: Ein Punkt gegen MSV Dresden
Oberliga wJB: HSV 1956 Marienberg - MSV Dresden 31:31 (11:14
HSV Marienberg erkämpft sich Punkt gegen den MSV Dresden
Was für ein Handballkrimi in der Sporthalle am Goldkindstein! Die weibliche B-Jugend des HSV Marienberg erkämpfte sich am Samstag gegen den MSV Dresden nach einer spannenden Partie ein 31:31 (11:14) und bleibt damit auch nach dem vierten Saisonspiel ungeschlagen. Vor 64 Zuschauern entwickelte sich ein Spiel, in dem der HSV zunächst einem Rückstand hinterherlaufen musste, sich nach der Pause aber eindrucksvoll zurückkämpfte.
Der Start gehörte zunächst den Gästen aus Dresden. Der HSV wirkte etwas nervös und ließ in der Abwehr den notwendigen Zugriff vermissen. Dresden nutzte immer wieder Sperren, um Lücken in den Marienberger Abwehrverbund zu reißen und diese konsequent auszuspielen. Nach dem zwischenzeitlichen 1:5 kämpfte sich der HSV zwar zurück in die Partie, doch auch im Angriff dauerte es einige Zeit, bis die richtigen Lösungen gefunden wurden. Dazu erwies sich die Dresdner Torhüterin mehrfach als starke Endstation.
Mit zunehmender Spieldauer fand Marienberg jedoch besser ins Spiel. Nach einem zwischenzeitlichen 4:8 kämpfte sich der HSV Tor um Tor heran und verkürzte den Rückstand bis zur Halbzeit auf 11:14.
Die beste Phase des HSV folgte direkt nach dem Seitenwechsel. Mit starken Paraden im eigenen Tor und konsequent ausgespielten Angriffen gelang es den Marienbergerinnen, das Spiel zu drehen. Nach dem 12:15 erzielte der HSV fünf Treffer in Folge und ging beim 16:16 erstmals wieder auf Augenhöhe. Wenig später lag Marienberg sogar mit 23:22 vorn.
Doch Dresden blieb dran. Beim 25:25 war die Partie wieder völlig offen, anschließend wechselte die Führung mehrfach. In der Schlussphase schien Dresden beim 29:31 sogar erneut die besseren Karten zu haben. Doch der HSV zeigte erneut Kampfgeist: Alessia Wittig verkürzte auf 30:31, ehe Marlene Müller 8 Sekunden vor Schluss per Siebenmeter den viel umjubelten 31:31-Ausgleich erzielte.
Auch offensiv verteilte sich die Verantwortung auf mehrere Schultern. Mia Walther war mit sieben Treffern erfolgreichste Marienberger Werferin, gefolgt von Alessia Wittig (6), Zoe Guder (5), Marlene Müller (4) und Joline Pohlhaus (3).
Fazit
Nach dem schwierigen Start hat die Mannschaft bis zur letzten Sekunde Kampfgeist und Moral bewiesen. Sie kämpfte sich zurück, drehte die Partie und belohnte sich mit dem Ausgleich kurz vor Schluss. Das 31:31 fühlt sich damit wie ein gewonnener Punkt an.
Damit bleibt der HSV Marienberg auch nach vier Spieltagen ungeschlagen. Vier Spiele, drei Siege und ein Unentschieden – die positive Entwicklung der Mannschaft setzt sich fort.
Der HSV spielte mit:
Jule Berberich, Wencke Szallies (beide Tor), Sunny Rothe (2), Lina Großlaub (2), Nila Langer, Alessia Wittig (6/1), Courtney Arnold (1), Mia Walther (7/2), Marlene Müller (4/2), Neele-Marie Kube (1), Zoé Reuter, Joline Pohlhaus (3), Zoe Guder (5), Lilly Schwalbe
Siebenmeter: HSV 5/5, MSV 3/4
Zeitstrafen: HSV 2, MSV 3